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Zum Ende der Seite springen Feldp. Nr. 27 777 Jahr 1945
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Quickkick
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Feldp. Nr. 27 777 Jahr 1945 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

65 Jahre nach dem Krieg gibt es immer noch offene Fragen.

Es handelt sich um einen gefallenen Soldaten zu dem wir die Feldpostnummer 27 777 haben.

Wir wollen die Einheit und eventuell das Fahrzeug herrausfinden.

Laut eines Kameradenbriefes wissen wir noch:
- dass es sich um eine Panzereinheit gehandelt haben könnte, da der Soldat in einem Panzer abgeschossen wurde und ausbrannte.
- Abschussdatum: soll der 7. März gewesen sein
- Ort: auf einer Brücke bei Resch bei Altenahr/Eifel
- wie: Abschuss durch allieirte Streitkräft (3 Treffer)

Danke für eure Hilfe.

Grüße
Alex

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Quickkick: 06.11.2010 11:21.

06.11.2010 11:12
Joshi Joshi ist männlich
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Hallo Alex,

zunächst willkommen im Forum.

Ich habe zu der genannten FPN mal die zwei letzten Belegungen rausgesucht:

27777

(6.4.1944-9.11.1944) 25.8.1944 Stab u. 1.-3. Kompanie Panzerjäger-Abteilung 282,

(10.11.1944-Kriegsende) 26.11.1944 gestrichen.

Nach dieser Übersicht hätte die 27777 im Jahre 1945 gar nicht mehr verwendet werden sollen/können.

Stimmt die FPN wirklich?


Grüsse

Joshi

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Mehr sein als scheinen!
06.11.2010 11:29 Joshi ist offline E-Mail an Joshi senden Beiträge von Joshi suchen Nehmen Sie Joshi in Ihre Freundesliste auf
Quickkick
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Hallo Joshi,

das war aber schnell!

Ich habe hier noch eine Todesurkunde vom Amtsgericht Nagold im dem steht:

..."Unteroffizier der Felp.Nr. 27 777"...für tot erklärt am 31.12.1945 24uhr

Das Todesdatum 7. März ist aus Kameradenbriefen zu ersehen, die nach dem Krieg noch mal Zivilisten im Dorf befragt haben. Die bestätigten einen Panzerabschuss auf der Brücke. Insofern kommt eine Panzerjägerabt. gut hin. Abschussjahr scheint auch zu stimmen. das bestätigen 2 Briefe.

Das Bürgermeisteramt Altenahr bestätigt das Datum und den Abschuss in einem Schreiben wo die Panzer mit Nr. 32 angegeben wird.

Weisst darauf hin das es einer Panzerbesatzung der gleichen Abteilung (keine Bezeichnung) in einem Seitental gelungen war den Panzer unversehrt aufzugeben.

Ob jetzt die Feldpostnummer nun wirklich noch für die Abteilung zutrifft bleibt farglich, gebe ich zu. Aber Panzerabteilung kommt gut hin und das Jahr wurde von vielen Seiten bestätigt.

Kann man jetzt einfach die letzte Felp.Nr. als richtig annehmen oder müssten wir da noch weiter recherchieren?

Man könnte versuchen rauszufidnen wo sich die Abtl. 1945 befand.

Wenn Du da Tipps hast bin ich offen für jeden Hinweis.

Danke auf jeden Fall!

Grüße
Alex
06.11.2010 11:47
Quickkick
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Die Sache wird immer spannender:

Ich habe zu der Abtl. einen Eintrag im Lexikon der Wahrmacht gefunden:

Panzerjäger-Abteilung 282

Aufgestellt am 28. Mai 1944 aus der Panzerjäger-Kompanie 282. Die Abteilung wurde im August 1944 in der Südukraine vernichtet.

Irgendwie fängt man jetzt von vorn an, oder die Nummer wurde nach 1944 neu verwendet.
06.11.2010 11:56
Alexander Alexander ist männlich
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Dabei seit: 12.09.2006
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Hallo Alex,

wäre schön wenn du uns die Hintergründe deiner Suche etwas erläutern würdest. Ist dieser Unteroffizier ein Verwandter von dir?
Ich gehe davon aus, dass du das Grab des für tot erklärten Soldaten suchst und vermutest, dass er in Altenahr durch Panzerbeschuss gefallen ist, richtig?

Spiel doch mit offenen Karte, dann ist es für uns auch einfacher.

Gruß Alex

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***Ein Krieg ist erst dann vorbei, wenn der letzte Soldat beerdigt ist***
Alexander Wassiljewitsch Suworow

Suche Fotos und Unterlagen zur 198. Infanterie-Division
06.11.2010 11:58 Alexander ist offline E-Mail an Alexander senden Beiträge von Alexander suchen Nehmen Sie Alexander in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Alexander in Ihre Kontaktliste ein
Quickkick
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Hi Alex,

Natürlich ist für die Familie meines Freundes, dem ich angeboten habe mehr zu erfahren, auch von Interesse wo er begraben wurde. Aber das wollte ich als nächsten Schritt angehen, da das hier das Forum der Feldpost ist.

Alle Infos die ich habe hier zu plazieren würde den Rahmen sprengen, daher wollte ich mit der Feldp.Nr. anfangen.

Kurz um, wir haben Namen des verstorbenen, Datum und Ort des Geschehens.

Wir suchen: Abteilungsbezeichnung und Grab

Was interessant bleibt, dass die angegebene Feldp.Nr. sich auf eine Abteilung an der Ostfront bezieht, der Angehörige jedoch an der Westfront gefallen ist.

Grüße
Alex
06.11.2010 12:21
Alexander Alexander ist männlich
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Hallo Alex,

alles klar. Gerne kannst du dann auch einen Beitrag unter "Vermisste und Gefallene" platzieren.
Wenn möglich dann auch mit Scans aller vorhandenen Dokumente.

Ich vermute, dass der Gesuchte zum Zeitpunkt seines Todes bei einer anderen Einheit (Panzer-Jäger?) eingesetzt war. Die Panzer-Jäger-Abteilung 282 könnte auch seine vorherige Einheit gewesen sein.

Weißt du ob er beim DRK in der Suchdienstunterlagen geführt wird? Dort dürfte dann ja auch die letzte Einheit bekannt sein.

Ansonsten würde ich mal im Kreisarchiv Ahrweiler nachfragen, welche Informationen über das Kriegsende im Landkreis dort vorliegen. Evtl. hat man dort auch Kenntnis über die eingesetzten Einheiten.

Gruß Alex

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Alexander Wassiljewitsch Suworow

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06.11.2010 13:07 Alexander ist offline E-Mail an Alexander senden Beiträge von Alexander suchen Nehmen Sie Alexander in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Alexander in Ihre Kontaktliste ein
Quickkick
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Hallo Alex,

danke für die Hinweise. Wir werden dem nachgehen.

@Joshi: falls es Dich interessiert habe ich noch Infos zu der Division 282 gefunden, die unter der Fldp.Nr. 27 777 lief.

"In dem Buch (besser gesagt ein Haufen loser Blätter im Ringbuchordner) von Friedrich Kaufman steht folgendes:

So kamen die Restteile der 282 Division zur Auffrischung und zur 76 Infanterie-Division und weitere Teile fanden zur Wiederaufstellung der 15 Infanterie-Division ihre Verwendung. Die letzten Einsatzräume dieser beiden Divisionen befanden sich zwar nicht bei Königsberg sonder bei Deutsch-Brod bzw. Mähren,aber immerhin sieht man wie weit sich der Einsatzraum der Resteile der Division nach Norden verschoben haben."

Quelle:
http://www.forum-der-wehrmacht.de/thread...r=0&sid=&page=2

Das ist 100km von Rech entfernt, wo der Angehörige dann gefallen sein soll.

Danke und Grüße
Alex
06.11.2010 15:19
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RE: Feldp. Nr. 27 777 Jahr 1945 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Quickkick
- Abschussdatum: soll der 7. März gewesen sein
- Ort: auf einer Brücke bei Resch bei Altenahr/Eifel

Moin Alex,

das Datum dürfte stimmen:



Die Brücke in Rech findest Du hier.

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Viele Grüße, Jürgen

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06.11.2010 23:44 Jürgen Fritsche ist offline E-Mail an Jürgen Fritsche senden Homepage von Jürgen Fritsche Beiträge von Jürgen Fritsche suchen Nehmen Sie Jürgen Fritsche in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Quickkick
Irgendwie fängt man jetzt von vorn an, oder die Nummer wurde nach 1944 neu verwendet.

Moin Alex,

nein, das wurde sie lt. FPÜ wurde sie nicht - siehe Joshis Auszug (letzte Vergabe und Streichung, wie er auch schrieb).

Zitat:
Original von Alexander
Ich vermute, dass der Gesuchte zum Zeitpunkt seines Todes bei einer anderen Einheit (Panzer-Jäger?) eingesetzt war.

Das sehe ich auch so.

Zitat:
Original von Alexander
Die Panzer-Jäger-Abteilung 282 könnte auch seine vorherige Einheit gewesen sein.

Glaube ich kaum, denn die 282. ID "wurde im August 1944 bei der Heeresgruppe Südukraine zerschlagen". Dabei wurde auch die PzJgAbt. 282 "im August 1944 in der Südukraine vernichtet".

Siehe gleichlautend auch den Gefechtskalender der 282. ID

"In der Südukraine" ist geographisch übrigens falsch, denn die 282. ID befand sich damals schon in Rumänien. "Bei der HGr. Südukraine" ist korrekt.

Zitat:
Original von Quickkick
Zitat:
"Die letzten Einsatzräume dieser beiden Divisionen befanden sich zwar nicht bei Königsberg sonder bei Deutsch-Brod bzw. Mähren,aber immerhin sieht man wie weit sich der Einsatzraum der Resteile der Division nach Norden verschoben haben."

Das ist 100km von Rech entfernt, wo der Angehörige dann gefallen sein soll.

Hmm, das ist weit mehr als 100 km von Rech entfernt! Sagen wir mal "ziemlich genau 800 km", dann stimmt's ...

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Viele Grüße, Jürgen

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07.11.2010 00:41 Jürgen Fritsche ist offline E-Mail an Jürgen Fritsche senden Homepage von Jürgen Fritsche Beiträge von Jürgen Fritsche suchen Nehmen Sie Jürgen Fritsche in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Jürgen,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Wie kann ich denn jetzt vorgehen um die Einheit des Betroffenen rauszufinden?

Grüße
Alexander

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Quickkick: 07.11.2010 19:59.

07.11.2010 19:59
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Zitat:
Original von Quickkick
Wie kann ich denn jetzt vorgehen um die Einheit des Betroffenen rauszufinden?

Moin Alex,

geh doch einfach erst mal den "normalen" Weg und stelle eine Anfrage bei der WASt (eine Antwort dauert halt ca. 12 - 14 Monate).

Bei DRK und VDK anzufragen kann auch nicht schaden, denn wie Du selbst feststellst, bestehen noch viel zu viele offene Fragen, und vielleicht haben auch diese Organisationen irgendwelche Informationen vorliegen.

Alles andere führt erst mal zu nichts, ist nur Herumstochern im Dunkeln ...

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Viele Grüße, Jürgen

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08.11.2010 01:57 Jürgen Fritsche ist offline E-Mail an Jürgen Fritsche senden Homepage von Jürgen Fritsche Beiträge von Jürgen Fritsche suchen Nehmen Sie Jürgen Fritsche in Ihre Freundesliste auf
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